Das geplante Holzheizkraftwerk (HHKW) von eins-Energie in Chemnitz soll jährlich bis zu 96.000 Tonnen Frischholz verbrennen – also hauptsächlich Holz, das direkt aus dem Wald kommt. Das Unternehmen will damit vor allem Fernwärme für die Stadt, aber auch subventionierten Strom erzeugen. Doch Holz zu verheizen ist nur auf dem Papier klimaneutral. Beim Verbrennen gelangt das CO2, das zuvor über Jahrzehnte von den gefällten Bäumen gespeichert wurde, in die Atmosphäre. Für das Klima ist diese Form der Energieerzeugung nicht besser als das Verbrennen von Kohle. Zudem nimmt der Druck auf Waldlebensräume und Waldökosysteme bei höherer Holznachfrage weiter zu und gefährdet die Artenvielfalt und alle anderen Ökosystemfunktionen des Waldes. Holzbiomasse entwickelt sich derzeit zum Notnagel für die Wärmewende – immer mehr große und kleine Städte, aber auch viele Unternehmen planen mit der kostbaren Ressource. Es droht eine Ausbeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und für die Wärme absehbar hohe Preise. Die örtliche Bürgerinitiative befürchtet durch die Pläne außerdem eine weitere Verschlechterung der Luftqualität in der Stadt sowie die elastung des Umfeldes durch den Anlieferverkehr.
Für die Fernwärme sollte Chemnitz daher auf wirklich klimafreundliche Technologien wie Solarthermie, Großwärmepumpen und Wärmespeicher setzen. Bei der kommunalen Wärmeplanung muss die Stadt diese Möglichkeiten unbedingt priorisieren.
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